Harnröhre schonen: Reizungen beim Katheterisieren vermeiden

Gesundheit21. Juli 20264 Min. Lesezeit
Harnröhre schonen: Reizungen beim Katheterisieren vermeiden

Wer mehrmals täglich katheterisiert, belastet die Harnröhre — über Jahre summiert sich das. Mit dem richtigen Material und guter Technik lässt sich diese Belastung deutlich verringern.

Wichtig vorab: Anhaltende Beschwerden oder Blut gehören immer ärztlich abgeklärt, nicht ausgesessen.

Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.

Was die Harnröhre reizt

Der häufigste Grund ist Reibung: ein Katheter, der zu wenig gleitfähig ist, eine zu große Größe oder zu hastiges Einführen. Auch trockene Beschichtungen, die nicht ausreichend aktiviert wurden, erhöhen die Reibung spürbar.

Was hilft

Kleine Anpassungen mit großer Wirkung:

Wann du zum Arzt solltest

Lass abklären bei: Blut im Urin oder am Katheter, anhaltendem Brennen, zunehmendem Widerstand beim Einführen, Fieber oder Schmerzen im Unterbauch. Solche Zeichen können auf eine Reizung, einen Infekt oder eine Verengung hinweisen — je früher das jemand anschaut, desto einfacher ist es zu behandeln.

Etwas Blut — ist das normal?
Gelegentliche kleine Spuren kommen vor, sollten aber nicht zur Gewohnheit werden. Wiederholtes oder stärkeres Bluten immer ärztlich abklären lassen.
Hilft ein anderer Kathetertyp?
Oft ja. Ein Wechsel der Beschichtung oder Bauform kann viel bringen — dein Versorger hilft beim Ausprobieren.

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