Sport und Selbstkatheterismus schließen sich nicht aus. Viele Betroffene treiben regelmäßig Sport, vom Schwimmen über Rollstuhlbasketball bis zum Krafttraining.
Ein paar Punkte machen es entspannter. Was für dich medizinisch möglich ist, klärst du vorab mit deinem Behandlungsteam.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung oder die persönliche Einweisung durch Fachpersonal.
Vorher entleeren
Die einfachste Regel: kurz vor dem Sport katheterisieren. Eine leere Blase ist angenehmer, sicherer und nimmt den Druck, mitten im Training unterbrechen zu müssen.
Trinkmenge im Blick behalten
Beim Sport schwitzt du mehr und trinkst meist auch mehr. Beides verändert deinen gewohnten Rhythmus. Plane bei längeren Einheiten eine zusätzliche Entleerung ein und nimm entsprechend mehr Material mit.
Schwimmen und Hygiene
Schwimmen ist grundsätzlich möglich. Wichtig ist saubere Handhygiene vor und nach dem Katheterisieren — gerade in öffentlichen Bädern. Katheterisiere nicht am Beckenrand, sondern in der Kabine, und wasche dir vorher gründlich die Hände.
Material richtig mitnehmen
Für die Sporttasche bewährt:
- Kompaktkatheter — klein, diskret, passen in jede Tasche.
- Geschlossene Systeme, wenn keine geeignete Toilette in der Nähe ist.
- Handdesinfektion als Ergänzung, nicht als Ersatz fürs Händewaschen.
- Material nicht in der prallen Sonne oder im heißen Auto lagern.